Gelegenheitsjob

Ein Gelegenheitsjob stellt die klassische Möglichkeit dar, sich etwas Geld zum elterlichen Unterhalt, BAföG oder normalen Arbeitseinkommen dazuzuverdienen. Dabei spielt es für die Bezeichnung einer Tätigkeit als Gelegenheitsjob keine Rolle, auf welche Weise der normale Lebensunterhalt bestritten wird.

Ist ein Gelegenheitsjob sozialversicherungspflichtig?

Der Gesetzgeber spricht bei einem Gelegenheitsjob von einer kurzfristigen Beschäftigung. Diese stellt eine Variante der geringfügigen Beschäftigung dar und ist in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig. Die zeitliche Grenze liegt für die kurzfristige Beschäftigung bei 50 Arbeitstagen beziehungsweise bei zwei Kalendermonaten. Wenn dieser Grenzwert überschritten wird und zusätzlich die Höhe des Monatseinkommens höher liegt als 400 Euro – die Grenze für geringfügige Beschäftigung – tritt die Sozialversicherungspflicht ein.

Studentische Arbeitsvermittlungen und Zeitarbeitsfirmen

Studentische Arbeitsvermittlungen sind klassische Anlaufstellen, wenn es um die Suche und Ausschreibung von Gelegenheitsjobs geht. Die Art der Arbeit, die bei einer solchen Vermittlung angeboten wird, ist im Prinzip unbegrenzt. Weit verbreitete Gelegenheitsjobs umfassen zum Beispiel Hilfstätigkeiten bei Umzug und Renovierung, aber auch Bürotätigkeiten, Kinderbetreuung und Nachhilfeunterricht. Der Personenkreis, dem studentische Arbeitsvermittlungen Gelegenheitsjobs anbieten, besteht in der Regel aus immatrikulierten Studenten an einer Universität oder Fachhochschule in der jeweiligen Stadt. Zu den bekanntesten dieser Vermittlungsdienste gehören die Heinzelmännchen in Berlin und JobWiese, die in Hamburg, Frankfurt am Main, Dortmund und weiteren deutschen Großstädten studentische Hilfskräfte und Arbeitgeber zusammenbringen. Wer kein Student ist, kann sich bei einer Zeitarbeitsfirma nach einem Gelegenheitsjob umsehen. Zeitarbeitsfirmen stellen ihre Mitarbeiter selbst ein, die eigentliche Tätigkeit findet dann aber in der Regel in einem anderen Betrieb statt. Der Gang zu einer Zeitarbeitsfirma kann auch empfehlenswert sein, wenn man über einen Gelegenheitsjob hinaus versuchen möchte, eine regelmäßige berufliche Beschäftigung zu finden.

Saisonale Jobs

Wenn Sie nicht auf die Dienste einer Vermittlungsagentur oder Zeitarbeitsfirma zurückgreifen möchten, können sie natürlich ebenso gut direkt bei Unternehmen anfragen, ob Gelegenheitsjobs vergeben werden. Typische Gelegenheitsjobs finden sich zum Beispiel im Bereich der saisonalen Arbeit im Branchen wie der Gastronomie, dem Einzelhandel und der Landwirtschaft. Während der Messen haben auch Messebetreiber einen erhöhten Bedarf an kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen.

Im Internet einem Gelegenheitsjob nachgehen

Das Internet bietet viele Möglichkeiten des Gelderwerbs, sowohl auf langfristiger als auch auf kurzfristiger Basis. Dabei handelt es sich häufig um Heimarbeit, also um Tätigkeiten, die Sie am eigenen PC oder Laptop ausführen können. Sofort Geld verdienen können Sie beispielsweise mit dem Verfassen von Auftragstexten über Vermittlungsagenturen wie content.de oder textbroker. Wie viel und wie lange Sie dort schreiben, bleibt gänzlich Ihnen überlassen. Einen kleinen Zuverdienst können Sie auch dadurch erzielen, indem sie an Online-Umfragen teilnehmen oder Produkte testen. Allerdings haben Sie bei diesen Tätigkeiten wenig Einfluss darauf, wie viel Sie tatsächlich verdienen werden, da in der Regel keine bestimmten Mengen an Produkten oder Umfragen garantiert werden. Kein Gelegenheitsjob im eigentlichen Sinne, aber eine beliebte und bekannte Art und Weise, um kurzfristig etwas Geld zu verdienen, besteht darin, den eigenen Haushalt einmal gründlich zu durchstöbern und den nicht mehr benötigten Teil Ihres Eigentumes über eBay oder andere Auktionshäuser im Internet anzubieten. Das kann insbesondere sinnvoll sein, wenn sie beispielsweise einen kompletten Hausstand geerbt haben, den Sie ansonsten kostenpflichtig entsorgen würden.

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